
v.l.: Pfarrer Paul Ostrowski, Jubiarin Annemie Plenk und erster Bürgermeister Walter Nirschl
Bild: privat
Annemie Plenk, die Seniorchefin der Pension Berghof Plenk in Bischofsmais, konnte ihren 80. Geburtstag feiern. Geboren wurde Annemie, wie sie von allen genannt wird, in Hönigsgrub. Gemeinsam mit ihren vier Brüdern verbrachte sie eine schöne Kinder- und Jugendzeit in Seiboldsried. Nach dem Schulbesuch in Hochbruck arbeitete die Jubilarin in der Näherei Klimm in Bischofsmais. Dort lernte sie auch ihren späteren Ehemann, den Steinmetz Adolf Plenk, kennen.
Nach der Hochzeit im Jahr 1964 übernahm das junge Ehepaar die kleine Landwirtschaft in Oberdorf. Aus ihrer überaus glücklichen und harmonischen Ehe gingen die Kinder Adolf, Annerl und Franz hervor. Mittlerweile ist die Familie um sechs Enkel- und fünf Urenkelkinder gewachsen. Der familiäre Zusammenhalt hat für Annemie stets einen hohen Stellenwert.
Bereits 1966 vermietete das junge Paar die ersten zwei Gästezimmer an Urlauber. Bald darauf wurde die Landwirtschaft aufgegeben, und die Pension wurde in den Jahren 1973, 1980 und 2000 kontinuierlich erweitert, um den Gästen bestmöglichen Komfort mit garantiertem Familienanschluss zu bieten. Mit ihrer offenen und freundlichen Art gewann Annemie Plenk rasch die Herzen der Urlauber. So ist es kaum verwunderlich, dass viele Stammgäste bereits über mehrere Generationen hinweg ihren Urlaub im Berghof Plenk verbringen.
Zum Geburtstag war das Haus mit zahlreichen Stammgästen voll belegt, die ihrer Annemie herzlich gratulierten und eine wundervolle Geburtstagsfeier mit Liedern, Gedichten und geselligem Beisammensein organisierten – ein Zeichen tiefer Verbundenheit.
Bereits 2008 wurde die Pension an Sohn Franz und seine Ehefrau Petra übergeben. Dennoch ist Annemie Plenk weiterhin in den Betrieb eingebunden und gilt als der gute Geist des Hauses. Seit jeher verabschiedet sie ihre Gäste persönlich mit der Bayernfahne und viel Herzlichkeit – ein Brauch, der dazu beiträgt, dass viele Urlauber Jahr für Jahr, oft sogar mehrmals, nach Bischofsmais zurückkehren.
Auch Schicksalsschläge blieben ihr nicht erspart: Ihr Sohn Adolf, der mit seiner Familie in Oberbayern lebte, verstarb 2017 im Alter von nur 53 Jahren. Zwei Jahre später musste sie sich zudem von ihrem geliebten Ehemann Adolf verabschieden. Doch Annemie hat ihren Lebensmut nicht verloren. Sie schöpft Kraft aus ihrem tiefen Glauben und findet Halt in ihrer Familie, die ihr stets zur Seite steht.
Für Bürgermeister Walter Nirschl war dieser Geburtstag ein ganz besonderer Tag, denn Annemie ist nicht nur eine geschätzte Bürgerin von Bischofsmais – sie ist auch seine Schwester. So war es ihm eine Ehre, ihr nicht nur als Bruder, sondern auch in seiner Funktion als Bürgermeister zu gratulieren. Gemeinsam mit Pfarrer Paul Ostrowski überbrachte er die besten Wünsche der Gemeinde und der Pfarrei. Auch der VdK-Ortsverband Bischofsmais ließ es sich nicht nehmen, Annemie Plenk zu ihrem Ehrentag zu beglückwünschen.
Noch lange saßen Familie und Feriengäste zusammen und feierten diesen besonderen Anlass in fröhlicher Runde.